Geoboard

 

Das Geoboard – ein wunderbar einfaches mathematisches Lernmittel für Kinder ab 4 Jahren, bei dem es sich gleichzeitig um ein wirklich effektives Lernmaterial handelt:

 

Auf ein Brett sind Löcher in quadratischer Anordnung gestanzt, in die sich entweder Stifte stecken lassen oder die bereits mit einer ebenso großen Anzahl an Stiften wie Löchern ausgestattet sind. Je nach Größe des Geoboards variiert die Anzahl der Löcher auf dem Brett.

 

Auf Aufgabenkarten findet sich je eine Abbildung der Struktur des Geoboards mit zusätzlicher Einzeichnung einer geometrischen Form, die auf dem Geoboard dreidimensional und sozusagen „live“ nachzubilden ist: Aufgabe des Kindes ist es, zunächst die Punkte der Form mit Hilfe der Stifte abzustecken, und anschließend die Punkte durch ein Gummiband miteinander zu verbinden - so wird die Figur praktisch räumlich aufgespannt. Stimmt die so entstandene Figur mit dem Bild überein, wurde alles richtig gemacht!

 

Das Geoboard und seine Lernziele

 

Hier ist Kreativität genau so gefragt wie räumliches Vorstellungsvermögen, gleichzeitig werden Motorik, Koordination und die Auge-Hand-Koordination geschult und so weiter und so fort! Eine ganze Reihe von allgemeinen, wichtigen Fähigkeiten wird mit dem Geoboard trainiert, ganz abgesehen davon, dass das Geoboard natürlich mit grundlegendem geometrischen Wissen vertraut macht.

 

Kinder ab 4 Jahren können beginnen, mit dem Geoboard zu arbeiten und bis zum Alter von 8 oder 9 Jahren immer wieder auf neuen Ebenen damit arbeiten und immer wieder neue Facetten des Geoboards entdecken. So kann durch verschieden große Geoboards der Schwierigkeitsgrad gesteigert werden, zusätzlich können mit der Zeit geometrische Grundbegriffe und Rechnen mit geometrischen Komponenten eingeführt werden und und und.

 

Tipp: Geoboards selbst herstellen

 

Schöne und praktische Geoboards sind im Handel erhältlich – es gibt schon sehr schöne Geoboards aus Holz günstig zu kaufen, bei Bedarf für Schulklassen auch in größeren Mengen.

 

Dennoch ist es eine Überlegung wert, mit dem Kind zusammen ein Geoboard herzustellen, gerade wenn ein Kind Freude am Werken hat: Es entsteht von Anfang an ein direkter Bezug zum Arbeitsmaterial und das Kind arbeitet noch lieber damit. Das Beste jedoch dabei ist, dass ein direkter Bezug besteht zwischen technischem Werken und der Mathematik und so Raumwahrnehmung und visuo-motorische Koordination beim Werken gleich geübt werden können.

 

Ein Geoboard zu bauen ist kostengünstig und nicht sehr schwer.

 

Je nachdem, aus welchem Material das Geoboard bestehen soll, benötigt man eine weiche Holzplatte oder eine Plexiglasplatte. Wenn ein Kind Schwierigkeiten mit dem direkten Übertragen des Bildes auf das Geoboard hat, empfiehlt sich (zusätzlich) das Geoboard aus Plexiglas, da dies durchsichtig ist und Zeichnungen zum Unterlegen verwendet werden können. Die Herstellung des Plexiglasboards ist etwas komplizierter als die Herstellung des Holzboards.

 

Auf den zugeschnittenen Platten mit abgeschliffenen Rändern werden Markierungen für die Löcher mit Hilfe eines Geodreieckes oder einer Schablone eingezeichnet und dann mit einem Holzbohrer bzw. einem Universalbohrer gebohrt.

 

Für das Geoboard aus Holz:

Benötigen Sie 20 mm lange und 3 mm starke Holzschrauben stark mit Messing oder verzinkt mit Halbrundkopf. Für diese Schrauben werden 3 mm-Löcher nicht zu tief vorgebohrt und anschließend die so weit eingedreht, dass sie alle gleich hoch sind

 

Für das Geoboard aus Plexiglas:

Werden 20 mm lange und 4 mm starke Metallschrauben benötigt, glanzverzinkt und versenkbar, sowie dazu passende Muttern Für die Schrauben werden 4 mm starke Löcher gebohrt und von der Unterseite her das Bohrloch mit einem Krauskopf so weit vergrößert, dass die Schrauben versenkt werden können. Anschließend werden die Schrauben eingesetzt, mit Muttern befestigt und mit einem Schraubenschlüssel festgeschraubt.

 

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg bei der Arbeit mit dem Geoboard!